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Draußen in der Natur


Gärten und Parkanlagen

Andrea-Hilse-Park

Zu finden: Am Südrand des Ortes

Zu erreichen: Von der B1 aus Richtung Hildesheim kommend über die Kreuzung gerade aus. Nach 300 Metern liegt auf der linken Seite die Gaststätte Zum Leineufer. Hier links abbiegen in den Neuen Weg und der Straße bis zur nächsten Kreuzung folgen. Hier rechts abbiegen in die Obere Straße und dieser weiter folgen. Nach 500 Metern erreicht man links den Zugang zum Andrea-Hilse-Park.

Der Andrea-Hilse-Park ist ein Landschaftspark, den das Ehepaar Hilse im Gedenken an ihre verstorbene Tochter in einem circa 15 Hektar großen, ehemaligen Sandgrubengelände im Süden von Burgstemmen geschaffen hat. Er ist ganzjährig und ganztägig geöffnet und ist für alle Bürger des Dorfes ein Ort der Ruhe und Entspannung. Durch das ganze Gelände führen Spazierwege, u.a. vorbei an zahlreichen im Rahmen der Aktion Baum des Jahres gepflanzten und beschilderten Bäumen. Auf Bänken an einem See kann man sich niederlassen und Ruhe und Natur genießen.


Biotope

Leineaue unter dem Rammelsberg

Das Naturschutzgebiet liegt im Bereich des Mittellaufes der Leine. Aufgrund der weitgehend natürlichen Auendynamik sind viele Bestandteile einer typischen Flussauenlandschaft, wie z.B. Weichholz und Hartholzauenwälder, Altarme, Flutmulden, Feuchtwiesen und staudenreiche Brachflächen erhalten geblieben. Auf großer Fläche wurden ehemalige Ackerflächen wieder in extensiv genutztes Gründland umgewandelt. Die zur Leineaue steil abfallenden Hänge des Rammelsberges und des Uthberges sind dagegen durch Wälder, Gebüsche und Reste von Magerrasen und Streuobstwiesen gekennzeichnet. Zwei aufgelassene Sandgruben liegen im Randbereich des Naturschutzgebietes.

Geologisch ist das Gebiet äußerst abwechslungsreich und umfasst Vorkommen ortstypischer Festgesteine, Lockergesteinsschichten des Eiszeitalters sowie Auelehme des Nacheiszeit.

Seit 1986 konnten im Leinetal zwischen Gronau, Elze und Burgstemmen wertvolle Bereiche der Flussaue gesichert bzw. wiederhergestellt werden. Ziel ist es, diese Kernbereiche langfristig zu stabilisieren und in ein gebietsübergreifendes Fließgewässer-Schutzsystem einzubinden.

Durch die Leineaue und rund Burgstemmen führen schöne Spazierwege durch Wald-und Naturschutzgebiete und bis zum Andrea-Hilse-Park. Diese örtlichen Wanderwege sind ausgestattet mit Wegeschildern und Sitzbänken.


Magische Orte

Die Hügelgräber im Osterholz

In der Gemarkung Burgstemmens liegt auf einer Anhöhe zwischen Heyersum und Betheln im Waldgebiet Osterholz ein großes Gräberfeld mit 84 Hügelgräbern aus der Bronzezeit. Es handelt sich hierbei um den Restbestand eines über 3000 Jahre alten Friedhofes, der ursprünglich vermutlich 200 bis 300 Grabstätten umfasste.

Die Verstorbenen wurden in Baumsärgen und später auch in Urnen unter Hügelaufschüttungen beigesetzt und die Grabhügel mit einem Steinkranz oder Graben umgeben, um sie zusätzlich als Grabstätte zu kennzeichnen.

Genauere archäologische Untersuchungen liegen bislang nicht vor, die Ausmaße des Gräberfelds sind aber sicher auf eine bevorzugte Ansiedlung von Menschen in der in unmittelbaren Nähe liegenden historischen Saline und deren kostbaren Salzvorkommen von Heyersum und der Beusterburg, der größten urgeschichtlichen Befestigungsanlage Niedersachsens in der Gemarkung Betheln zurückzuführen.

Man erreicht das Gräberfeld von der B1 und Heyersum kommend über die L480 bis zu einem grünen Hinweisschild auf der linken Straßenseite. Gegenüber befinden sich Parkmöglichkeiten und eine Hinweistafel, der weitere Informationen zu entnehmen sind.


Aussichtspunkte

Auf der L 468 von Burgstemmen Richtung Betheln fahren. An der höchsten Stelle dieser Straße geht links ein kleiner Asphaltweg ab. Diesem Weg etwa 200 Meter weit folgen, bis man eine Stelle mit freiem Blick Richtung Norden erreicht. Bei guten Wetterverhältnissen ist von hier aus ein schöner Ausblick auf Burgstemmen und Umgebung und bis nach Hannover möglich.


Leine-Heide-Radweg, Etappe 3

Der Leine-Heide-Radweg verbindet über 413 km und in sechs Etappen zwischen 50 und 80 Kilometern die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Leineberglandes mit der Lüneburger Heide und der Hansestadt Hamburg. In der dritten Etappe führt er durch die Region Hildesheim und dort auch durch die Samtgemeinde Gronau.

Abschnitt 3: Alfeld – Hannover – 62 km

Alfeld – Brüggen – Gronau – Elze – Burgstemmen – Nordstemmen – Schulenburg – Jeinsen – Schliekum – Rethen – Laatzen – Hannover

Diese Etappe durch das Leinebergland und das Calenberger Land bietet eine Vielzahl an landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten. Hier wechselt die Route von der Mittelgebirgslandschaft in die norddeutsche Tiefebene. Reizvolle Orte wie Gronau mit seinen ehemaligen Adelshöfen und Elze mit wunderschönen Fachwerkhäusern liegen an der Strecke, außerdem gibt es barocke Kirchen und in der näheren Umgebung einige Burgen zu besichtigen. Von Nordstemmen aus lohnt sich ein Abstecher ins 15 km entfernte Hildesheim mit seinen beiden UNESCO Welterbe-Kirchen. Wer auf dem Leine-Heide-Radweg weiterradelt, erblickt schon bald die Silhouette der Marienburg. Das Schloss im neugotischen Stil wurde von Conrad Wilhelm Hase im Auftrag des letzten Welfenkönigs, Georg des V., erbaut. Es war ein Geschenk des Königs an seine Frau Königin Marie. Auffällig ist der mächtige Burgfried, der von Zinnen und Ecktürmchen umgeben ist. Ein vollständiger Bauabschluss des Schlosses erfolgte nicht, da während der letzten Bauphase im Jahr 1866 das Königreich Hannover von der preußischen Armee besetzt wurde. Die Route führt weiter durch die Leineaue und entlang des Maschsees in die Messestadt Hannover. Neben den Herrenhäuser Gärten, wo im Sommer zahlreiche Open-air-Veranstaltungen stattfinden, sind die Altstadt, die zahlreichern Museen und der Erlebniszoo Hannover auf jeden Fall einen Besuch wert. Äußerst beliebt ist auch der Flohmarkt in der Innenstadt Hannover, der jeden Samstagvormittag stattfindet. (aus dem Leine-Heide-Radweg-Handbuch, S.18)

Umfangreiche Informationen finden interessierte Radler unter www.leineheideradweg.de.

Dort erhält man Kartenmaterial, Wegbeschreibungen und Adressen von Gaststätten und Übernachtungsangeboten. Das Leine-Heide-Radweg-Handbuch kann als pdf-Datei heruntergeladen werden, in kurzen Videos werden die einzelnen Etappen vorgestellt.